Das Projekt Lesezeit bietet Hilfe beim Lesenlernen. Es unterstützt die pädagogische Arbeit der Lehrerin oder des Lehrers.
Lesenlernen ist für viele Schülerinnen und Schüler ein schwieriger Prozess. Nicht alle können mit familiärer Unterstützung rechnen. Sie stehen mit ihren Bemühungen zuhause allein. In Klassen mit mehr als 20 Kindern kommen sie ebenfalls nicht häufig zu Wort. Das Projekt Lesezeit bietet hier eine gute Hilfe. Es unterstützt die pädagogische Arbeit der Lehrerin oder des Lehrers. Einmal in der Woche hört ein Erwachsener den Kindern geduldig zu, korrigiert die Aussprache, überprüft das Wortverständnis und lobt die Fortschritte. Gefördert aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums, hat die Freiwilligen-Agentur Bremen das generationsübergreifende Projekt Lesezeit entwickelt.
Seit August 2005 wurden etwa 150 Frauen und Männer darauf vorbereitet, Kindern in der Schule als Lesehelfer zur Seite zu stehen. Sie sind in der Regel an derzeit 33 Bremer Schulen einmal in der Woche für zwei bis drei Schulstunden in einer Klasse anwesend und ziehen sich mit einzelnen Schülern zum Lesen zurück. Betreut werden die Lesehelfer von einer ebenfalls freiwillig agierenden Steuerungsgruppe innerhalb der Freiwilligen-Agentur. Die kontinuierliche Ausweitung des Projektes ist nur möglich durch eine entsprechende Förderung des Senators für Bildung und Wissenschaft, die auch Ausdruck der Wertschätzung ist.