Viele Schüler und Schülerinnen sind nicht sicher in der deutschen Rechtschreibung und können auch angesichts mangelnder Lesefähigkeiten mit Texten nicht sinnvoll umgehen. Das hat auch PISA gezeigt. Diese Probleme erschweren das Arbeiten in allen Fächern, und zwar bis in die höheren Klassenstufen. Es ist dringend an der Zeit, Schülern und Schülerinnen eine adäquate Förderung zu bieten und damit ihre Misserfolgserlebnisse zu reduzieren.
Im Schulzentrum Sebaldsbrück wurde ein Versuch gestartet, dieses Problem anzugehen. Fachlehrer, die Lehrerin der Beratungsstelle für lese- und rechtschreibschwache Schüler im Bremer Osten, Förderlehrerinnen und StudentInnen der Förderinstitution Ideefix haben sich zusammengesetzt und das Projekt vorbereitet und durchgeführt.
Eine Förderung sollte so früh und so intensiv wie möglich beginnen. Deshalb haben wir mit unserem Projekt Lese- und Schreibwerkstatt in den neuen 5. Sekundarklassen begonnen.
Das Vorhaben gliederte sich in drei Schritte:
- Eine Eingangstestierung zur Erfassung des Rechtschreibniveaus und des Leseverständnisses der SchülerInnen.
- Deutschunterricht über mehrere Wochen mit stark erhöhter Stundenzahl, z. T mit Teambesetzungen, sowohl zur Rechtschreibförderung als auch zur Förderung des Leseprozesses.
- Eine Abschlusstestierung zur Bewertung des Unterrichtserfolges.
Als Fazit des Gesamtprojektes ergibt sich:
Viele Schüler und Schülerinnen haben ein größeres Sensorium für die Rechtschreibung gewonnen und verfügen nun über bessere Kenntnisse. Die Lesekompetenz wurde erweitert und ein Lesevergnügen erhöht oder erstmals geschaffen.